Das Trainingshandbuch gegen Hass im Netz kommt!


LOVE-Storm hat Zivilcourage ins Netz gebracht und nebenbei das Konzept der Gegenrede revolutioniert. Mit dem dreiteiligen Ansatz – Angegriffene schützen, Zuschauende mobilisieren und Angreifenden gewaltfrei Grenzen setzen – überkommt LOVE-Storm die schädliche Konzentration auf die „Hater“ und stärkt stattdessen Betroffene und Zuschauende. Im unserem brandneuen Handbuch werden die verschiedenen Gegenrede-Strategien ausführlich dargestellt und mit einer Vielzahl an Beispielen erläutert, wie der Hass im Netz gestoppt werden kann.

In Schule, Jugendarbeit und Erwachsenenbildung braucht es Antworten auf Cybermobbing und Hatespeech. Das Trainingshandbuch von LOVE-Storm hilft Pädagog*innen das Phänomen digitaler Gewalt und seine verschiedenen Formen – vom Shitstorm, über Hatespeech zu Cybermobbing in Messengergruppen – besser zu verstehen. Vor allem aber liefert es praktische Hinweise, Konzepte und Methoden zu

  • der thematischen Behandlung von Online-Hass im Unterricht und Trainings,
  • dem Handeln in Krisen und
  • dem Aufbau von Präventionsnetzwerken.

Das Buch ist erkennbar aus der Praxis für die Praxis geschrieben worten. Die Autor*innen Margaretha Eich, Björn Kunter und David Scheuing haben die Trainingsarbeit von LOVE-Storm mit hunderten Workshops von Anfang an begleitet oder bringen wie Bea Tholen und Markus Wutzler jahrelange Erfahrung aus der Trainingsarbeit für konstruktive Konfliktbearbeitung mit.

Ein kleiner Überblick

Wer sich noch nicht viel mit Hass im Netz beschäftigt hat, findet im Grundlagenkapitel eine gute Einführung in das Phänomen und Antworten darauf, wie und wieso Kommunikation und Konflikte im Netz anders funktionieren. Besonders hilfreich ist das Buch jedoch für alle Lehrer*innen und andere Pädagog*innen, die mit ihren Schüler*innen zwischen 11 und 77 Jahren eigenständige Unterrichtseinheiten und Rollenspiele gegen Hass im Netz gestalten wollen. Alle Leser*innen können dazu den digitalen Trainingsraum von LOVE-Storm selbst nutzen, doch auch ohne Technikeinsatz funktionieren die allermeisten beschriebenen Workshop-Konzepte und Methoden.

Im Kapitel zu den umfassenderen Schutzkonzepten finden sich zwei Schwerpunkte. Im Schulbereich geht es vor allem um Krisenbewältigung, wie z.B. den richtigen Umgang mit Cybermobbing. Aber auch der Frage, wie mit Medienscouts,  (digitalen) Streitschlichter*innen und Vernetzung gute Prävention gelingen kann, wird nachgegangen. Für die Gesamtgesellschaft stellen sich die Autor*innen dagegen die Frage, wie „Organisierte Liebe“ (Kübra Gümüşay) im Netz umgesetzt werden kann, um Hasskommentaren und organisierten Hass-Kampagnen den Boden zu entziehen. Moderator*innen und politische Aktivist*innen finden hier nicht nur hilfreiche Tipps. Mithilfe der vorgestellten Konzepte „gegenseitige Unterstützung“ und „Verwahrlosungsprävention“ können sie das eigene Engagement in einem gesamtgesellschaftlichen Handlungsrahmen einordnen und Erfolge messbar machen.

Das Buch für Sie!

„Mit diesem Trainingshandbuch geben wir unsere Erfahrungen und Praktiken an Sie weiter.
Dieses Buch soll Ihnen helfen:

  • als Betroffene*Betroffener digitalen Angriffen zu widerstehen. Sie lernen diese einzuordnen und lernen Strategien kennen, um der Gewalt zu begegnen und sich Hilfe zu holen. Wir zeigen ihnen auch, wieso Sie „Nie mehr alleine gegen Hass im Netz“ vorgehen sollten.
  • als Zeuge*Zeugin digitaler Gewalt handlungsfähig zu bleiben und digitale Zivilcourage zeigen zu können. Im besten Falle werden Sie nach der Lektüre dieses Buches auch im Angesicht einer gefühlten Übermacht an Hassenden sicher und frohen Mutes eingreifen und den Hass eindämmen können.

Vor allem aber richten wir uns an Sie als Pädagoge*Pädagogin:

  • Wir führen Sie in die Welt digital ausgetragener Konflikte und zeigen Ihnen wie sich diese von klassischen Konflikten unterscheiden, welche besonderen Dynamiken und Schadenswirkungen zu erwarten sind und wie sie auch im digitalen Raum konstruktiv bearbeitet werden können.
  • Wir geben Ihnen Methoden und Anleitungen, mit denen Sie selber Argumentationstrainings und Online-Rollenspiele gegen digitale Gewalt durchführen können. Wir zeigen Ihnen, was Sie beachten müssen, um in Schulen, in der Jugendarbeit aber auch in der politischen Bildung realistische und sichere Rollenspiele umsetzen und reflektieren zu können.
  • Wir stellen Ihnen LOVE-Storm Online-Trainingsraum vor und zeigen, wie Sie diesen selber für Ihre pädagogische Arbeit nutzen können. Der Trainingsraum wurde von der Gesellschaft für Pädagogik, Information und Medien (2019) sowie dem Deutschen Institut für Erwachsenenpädagogik (2020) für seine Innovation ausgezeichnet.
  • Wir beleuchten das Phänomen „Cybermobbing“ und digitale Gewalt an Schulen und zeigen Ihnen auf, mit welchen systematischen Ansätzen und Konzepten Schulen sich auf digitale Krisen vorbereiten und auf diese reagieren können. Zudem zeigen wir, wie digitale Schutzkonzepte auch außerhalb von Schulen funktionieren können, um digitale Gewalt in Kommentarspalten und Social Media Räumen einzudämmen.“

(Aus dem Vorwort)

Das Trainingshandbuch ist zur Zeit im Lektorat und wird voraussichtlich im Spätsommer/Herbst 2021 beim Wochenschau Verlag erscheinen.

Wenn Sie sich schon jetzt ihr Exemplar sichern möchten, dann besuchen Sie noch bis zum 19.05.21 unsere Crowdfunding-Kampagne für ein #NetzohneHass unter www.startnext.com/netzohnehass und buchen Sie das Trainingshandbuch als Dankeschön. Für nur 20 € erhalten Sie als eine*r der Ersten unsere druckfrische Handreichung gegen Hass im Netz!