Hass im Netz trifft immer mehr Menschen. Organisationen wie HateAid und LOVE-Storm zeigen, wie Betroffene sich schützen, Beweise sichern und digitale Zivilcourage stärken können.
Auszug aus dem Artikel der Evangelischen Zeitung:
Das Projekt „LOVE-Storm“ aus Lüchow bietet einen Online-Kurs zum Umgang mit Stress und Trauma bei digitaler Gewalt sowie Trainings in digitaler Zivilcourage an. Bei den Trainings lernen Teilnehmende in Rollenspielen, „wie sie Angegriffene stärken, Zuschauende gegen den Hass mobilisieren und Hass stoppen können“, sagt Projektgründer Björn Kunter.
Solidarität mit den Opfern
Auf seiner Website bietet „LOVE-Storm“ die „10 Tipps gegen Hass im Netz“ an. Einer lautet: „Such Dir Hilfe.“ Kunter betont: „Hass im Netz hat nichts mit dir zu tun. Wer Dich nicht kennt und/oder übergriffig angreift, sucht nur ein Ventil für seine Aggressionen.“ Er rät Betroffenen, eine befreundete Person hinzuzuziehen, die emotional unterstütze und verhindere, dass jemand „im Rabbit-Hole des Hasses versinkt“. Bei einem Shitstorm helfe es auch, wenn jemand anderes alle Kommentare sortiert und filtert, sodass die betroffene Person diese nicht selbst lesen muss.
Damit digitale Selbstverteidigung gelingt, braucht es nach Kunters Ansicht Solidarität. „Wenn wir Angegriffene stärken und die Zuschauenden mobilisieren, findet Hass keine Resonanz und bleibt mickrig. Und selbst wenn ein Forum voller Hassender ist, so lässt sich die Welt besser ertragen, wenn wir diejenigen sehen, die dem Hass widersprechen und uns gegenseitig stärken.“
Den ganzen Artikel lest ihr hier: evangelische-zeitung.de