Was, wenn es für digitalen Hass ein Alarmsystem geben könnte … eine Netzfeuerwehr?
Hast du in letzter Zeit einen Hasskommentar gesehen? Vielleicht warst du sogar selbst betroffen? Wie hast du reagiert: Hast du den Beitrag gemeldet, darauf geantwortet, ihn ignoriert? Was hat es mit dir gemacht: Hat es dich wütend oder traurig gemacht, hast du das Gefühl bekommen, vielleicht beim nächsten Mal lieber deine Meinung für dich zu behalten?
Stell dir vor, es gäbe ein Alarmsystem, wie die Feuerwehr, die du bei digitalen „Bränden“ einfach und schnell rufen kannst. Hilfe kommt! Der Hass wird gestoppt, Betroffene erfahren Unterstützung und fühlen sich weniger allein. Dieses Konzept nennen wir Netzfeuerwehr.
Eine übergeordnete, bundesweite Netzfeuerwehr gibt es leider (noch) nicht. Aber es gibt kleinere, selbstorganisierte Strukturen. Die bekannteste davon ist vermutlich #ichbinhier, ursprünglich entstanden aus einer Facebook-Gruppe, um sich bei Hass gegenseitig helfen zu können. Aber auch Vereine, Organisationen und Initiativen können ihre eigene Netzfeuerwehr gründen. Dieser Flyer gibt euch einen ersten Überblick und Leitfaden. In unserem Starter-Training „Netzfeuerwehr“ bekommt ihr dann Strategien an die Hand, wie ihr eine Netzfeuerwehr aufbauen könnt.
Was ist eine Netzfeuerwehr?
Hass, Desinformation und koordinierte Angriffe im Netz treffen Communities, Vereine und ihre Mitglieder – oft unvermittelt und mit großer Wucht. Eine Netzfeuerwehr ist die organisierte, gemeinschaftliche Antwort: ein sozialer Schutzmechanismus, der digitale Zivilcourage mit klaren Strukturen verbindet – damit im Ernstfall niemand allein reagieren muss.